Der Pellerhof, wie man ihn nicht alle Tage zu Gesicht bekommt

Nürnberg. Zum 24.02. gab es eine Einladung zu einem Vortrag der Altstadtfreunde Nürnberg e.V der besonderen Art. Den Pellerhof in 3D

Der Vorsitzende Karl-Heinz Enderle begrüßte gut 70 Besucher im Fabersaal des Gewerbemuseums Nürnberg. Voller Stolz berichtete er über die aktuellen Tätigkeiten der Altstadtfreunde und freute sich auch in der Woche zuvor ein Fernsehteam des BR im Pellerhof begrüßen zu dürfen.

Dann hielt er sich nicht länger mit weiteren Reden auf und übergab die Moderation an Altstadtfreund Werner Grethlein. Herr Grethlein hat den Wiederaufbau des Hofes und alle Aktivitäten drum rum mit seiner Spezialkamera begleitet. Schnell noch die 3D-Brillen an das Publikum verteilt und schon ging es los.

In gut 90 min präsentierte der leidenschaftliche Pellerhof-Fan Bilder vom ersten Stein, von Festen und Feiern rund im Pellerhof und erwähnte auch eine uralte Tradition der Steinmetze. Ein verhauener Stein, hier der Bernhard, wird zur Grabe getragen. Die Kollegen der deutschen Handwerkszeitung berichtete einst darüber: http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/bernhards-letzte-reise/150/3064/336238

Eine ganz besondere Erwähnung und auch verdienten Applaus erhielt Werner Lehmann. Der pensionierte Steuerberater fertigte in 3-jähriger Handarbeit einen ganzen Arkadenbogen mit Brüstung ohne weitere Hilfe an.  Diesen spendete er den Altstadtfreunden und dem Pellerhof. Was Herr Lehmann wohl beruflich geworden wäre, wenn er Steuergesetze nicht so interessant gefunden hätte? Der Bogen gibt einen Hinweis darauf.

Der Pellerhof verband einst das vordere mit dem hinteren Pellerhaus. Benannt nach dem reichen Bauherr Martin Peller entstand Anfang des 17 Jhdt. ein weit über die Grenzen hinaus bekanntes, prachtvolles Renaissance-Gebäude mit einem Arkadenhof, der den Häusern in nichts nach stand. Nach einigen Besitzerwechsel wurde das Gebäude Anfang der 30er Jahren komplett renoviert. Glück für Nürnberg und den Altstadtfreunden – so überlebten bis heute Fotos und Zeichnungen des Anwesens. Das Anwesen selbst überstand den Bombenangriff vom 02.01.1945 nicht. Lediglich das Treppenhaus hielt dem Hagel aus Brand- und Sprengbomben stand. Mit dem Wiederaufbau sollte ein neues Bauzeitalter eingeleitet werden, das Hinterhaus verschwand völlig von der Bildfläche, heute befindet sich auf der Fläche das Scharrer-Gymnasium. Den Hof überließ man den Zahn der Zeit, lediglich das Erdgeschoß des Vorderhauses blieb so gut wie möglich Original und überbaute es mit 5 Etagen nach modernerem Stil. Lange diente es als Bibliothek, seit 2 Jahren steht es aber schon leer.

2009 störte sich Harald Pollmann derart an dem Zustand, so dass er die Initiative ergriff und mal einen Stein meißelte, wie er einst im Pellerhof Verwendung fand. Der Stein des Anstoßes, sozusagen. Damit wurde eine Welle der Diskussionen losgetreten, mit dem Ergebnis: die Altstadtfreunde Nürnberg e.V. dürfen den Pellerhof wieder errichten. Der Stadtrat gab sein Einverständnis, allerdings mit dem Versprechen, dass sich die Stadt an den Kosten in keinsterweise beteiligt. Das haben sie bis heute eingehalten. So suchten die Altstadtfreunde Spender und begannen so wohl ein weltweit einmaliges Projekt, ein ausschließlich durch Spenden finanzierter Wiederaufbau. Das erfolgte in Form von Barmitteln, aber auch durch ehrenamtliche Spender. Prüflinge des Steinmetz Handwerks schlugen die Steine in richtige Form. Mittlerweile sind auf diese Weise gut 4 Mio Euro zusammen gekommen, dass der Pellerhof in diesem Jahr noch fertig gestellt werden kann.

Eine Baustellenführung ist für den 29.04.17 angesetzt. An diesem Samstag öffnet der Pellerhof wieder seine Türen für die Öffentlichkeit und Interessenten können diesen zwischen 11 und 15 Uhr besuchen, auch den Lehmannbogen im 2. Stock. Zu jeder vollen Stunde gibt es eine Führung. Dieses mal allerdings nur in 2D, zum Stauen, aber auch zum Anfassen!

 

Markt der langen G´sichter

Nürnberg

Freut man sich zu Weihnachten wirklich über alles, wenn man das richtige schon hat? Mitnichten – doch die Beschenkten stehen nicht alleine da. Zumindest wenn man in der Region Nürnberg wohnt.

Wie der Christkindelsmarkt gehört der Markt der langen G´sichter zur festen Größe im Terminplan der Stadt Nürnberg. Seit über 20 Jahren bietet die ASN Abfallwirtschaft der Stadt Nürnberg an, lieb gemeinte Geschenke sinnvoll los zu werden.

 

In der Villa Leon auf dem ehem. Schlachthofareal konnten 2 Tage nach Weihnachten Beschenkte ab 8 Uhr vorweihnachtliche Panikkäufe, menschlichen Fehlbeschenkungen und dem Irrwitz, der Weihnachten zum Konsumfest des Jahres machte, zur Auktion freigeben.

Die ersten langen Gesichter machten Mitte der 90er die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ASN.

Sie entdeckten in den Mülltonnen der Mitbürger eine nicht unbeachtliche Anzahl nicht ausgepackter Geschenke!?! Wie bitte? Weihnachten? Geschenke? Oh vielen lieben Dank, ich packe es morgen aus? Dagegen  wollten sie etwas unternehmen, erstellten u.a. eine Broschüre „99 Geschenke ohne Abfall“.  Und schließlich entstand die Auktion „Markt der langen Gesichter“.

12 Prominente aus Stadt und Land wechselten sich im Rahmen einem witzigen Show- und Bühnenprogramm mit tollen Gesangseinlagen ab, um in unterhaltsamer Weise  über 150 Geschenke an über 700 Besucher zu bringen, souverän moderiert von Anja Seidel.

Zwischen den einzelnen „Lieblingsgeschenken“ fanden sich immer wieder mal gestiftete Gegenstände, nicht zu vergessen, die 100 Kartenspenden der Comödie Fürth. Die Erlöse dieses „Kartenvorverkaufs“ zu 100 % und dem Erlös der Auktion (10 % des erzielten Verkaufspreises) gehen an soziale Einrichtungen. So kamen über 1.350 € zusammen.

Dieses Jahr profitierte das Projekt „ICH bin ICH und NEIN heißt NEIN“ des Förderzentrums für Behinderte in der Berta-von-Suttner-Straße 29, 90439 Nürnberg. http://www.k-schule-nuernberg.de/index.php?id=658

Michael Rösch von der ASN ist sehr froh, dass die Auktionatoren ehrenamtlich die Versteigerung leiten. Die Villa Leon verpasst der Veranstaltung ebenfalls einen gewissen Kultcharakter, nicht zu vergessen, die Nähe zur ASN. Das alles passt zusammen. Die Raumkosten trägt der Veranstalter. 

Da auch 2017 Lange Gesichter zu Weihnachten nicht ausgeschlossen werden ruft die ASN am 28.12.2017 in der Villa Leon wieder auf den Versteigerungshammer zu schwingen. Diejenigen, die das Geld gut gebrauchen können, freut es. Denn „Lange Gesichter“ gibt es auch wieder an Weihnachten 2017, eben alle Jahre wieder.

Retro Classic Bavaria

Retro-Classic Bavaria – Nürnberg

Ein seit 17 Jahren erfolgreiches Messekonzept geht 2016 auf Reisen. Die Retro Classic fand sich zum ersten und nicht letzten Mal in den Messehallen Nürnbergs wieder. Aus dem Stand heraus buchten die Aussteller über 35.000 m²,  so viele Quadratmeter, wie anno 2006 in Stuttgart.

Ein beachtlicher Erfolg. Das besondere dabei: nur etwa ein Drittel der Aussteller waren im Frühjahr auch in Stuttgart mit von der Partie. So prägten regionale Anbieter einen einmaligen Messecharakter.

2016_retro_nbg-152 Goldie Oldie mit vielen Sonderschauen.2016_retro_nbg-1502016_retro_nbg-1532016_retro_nbg-1472016_retro_nbg-156

Zum einen Reisebusse, die Geschichten erzählen können, wie der Tourbus von Keke Rosberg und seinem Team, in dem der aktuelle Formel 1 Weltmeister die ersten Rennerfahrungen mit seinem Vater erlebte.

Dazwischen LKWs und Traktoren, allesamt fahrtüchtig und der größte Wohmobil der Welt, ein NEOPLAN N138 aus 1975.

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Mit viel Stolz präsentierten sich über 3 Tage Händler, aber auch Vereine und Museen. Sie nutzten die Kommunikationsdrehscheibe, um ihren Bekannheitsgrad zu steigern. Auch das HORCH MUSEUM aus Zwickau war willkommener Gast in Franken.

Das wohl älteste zugelassene Auto ist der ganze Stolz von Stephan Gütlein aus Erlangen. Sein Opel Frosch aus dem Jahr 1928 präsentierte er in Halle 4 und erzählte jedem Interessenten die bis ins Detail nachvollziehbare Geschichte seines Wagens und auch die Historie seines Vorgängers Opel 4PS.2016_retro_nbg-1072016_retro_nbg-1182016_retro_nbg-1132016_retro_nbg-124

Gar nicht ins Bild passte, aber mit viel Interesse verfolgt wurde das Modell X von TESLA. Inspiriert von den Innovationen zeigte der Kalifornische Hersteller, dass der passende Platz von ganz vielen Verbrennerfahrzeugen nicht die Strasse, sondern vielmehr die Retro Classic ist.

Jochen Mass und Roland Asch,  2 prominente Rennfahrer a.D. , rundeten das Angebot auf der Showbühne ab. Sie ließen es sich nicht nehmen, bei jeder Gelegenheit Anekdoten aus ihrer aktiven Zeit zu erzählen.2016_retro_nbg-1672016_retro_nbg-168

Durchschnittlich 5 Stunden verweilten über 26.500 Besucher in den 4 Messehallen am Wochenende zum 3. Advent. Außerordentlich zufrieden zeigten sich die Messeorganisatoren mit dem bewährten Konzept und dem reibungslosen Ablauf. Das übertraf ihre gesteckten Ziele und Erwartungen. Die Retro Classic Bavaria legte damit den Grundstein zu einem festen Bestandteil der Classic Szene in der Region. Somit ist der Basis für eine 2. Erfolgreiche Retro Classic Bavaria zwischen dem 08. Und 10.12.2017 gelegt. Bis dahin: Adeeee, bleibt schee – ihr Oldies

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Terrakotta Armee in Nürnberg, bzw. die Vorhut

Nürnberg – an der Fürther Strasse, die einstige Meile der Weltmarktführer (Triumph-Adler, Schüco, Quelle, etc.) mauserte sich in den letzten Jahren zu einem Ausstellungstreffpunkt. Körperwelten, Da Vinci und Tutenchamun machten Halt auf dem denkmalgeschützten Quelle-Areal. Die Gegebenheiten der ehem. Schickedanz-Räume waren hervorragend dafür geeignet.

Nach dem Verkauf des Areals an einem portugiesischen Investor war damit leider ebenfalls Geschichte. Die Grundlagen für einen Umbau nach Plänen des neuen Inhabers wurden im Sommer 2015 geschaffen. Ausstellungen waren darin nicht länger vorgesehen.

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Qin Shi Huang Di

Ausweich-Möglichkeiten fand man – wenn auch in kleinerer Form – unweit der Fürther Strasse. Das ehemalige AEG-Gelände – gleich auf der anderen Straßenseite – beherbergt nun bis 03.04. die Armee des Kaisers  Qin Shi Huang Di, oder besser treffend: seine Vorhut!

Nach einem kleinen Hausnummern-Chaos findet man hinter einem langen, überdachten Portal den großen Eingangsbereich der Ausstellung.

Unter abgedunkelten Scheiben und mäßiger Beleuchtung ist die Ausstellung untergebracht. Vor der Kasse befindet sich der Souvenir-Shop, nur schlecht lassen sich die käuflichen Erinnerungen bestaunen. Eine Beleuchtung in den Regalen hätte die Verkaufsprodukte in einem besseren Licht erscheinen lassen.

Rechts neben der Kasse befindet sich der Eingang mit dem Bar-Code-Scanner. Dieser gewährte dem Besucher nach dem Zufallsprinzip Einlass, obwohl die Karten für die Ausstellung ordnungsgemäß erworben wurden. Die Dame an der Kasse durfte dann einen langen Weg auf sich nehmen und ließ die Besucher manuell eintreten. Probleme mit denen sich Qin Shi Huang Di vor 2200 Jahren nicht herum quälen musste.

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Siegel des Ewigen Kaisers

Und dort stand er auch, in (Über-) Lebensgröße, er schaute auf sein Siegel gegenüber der Wand. Die nächste Abteilung erklärte seine Schwächen, gegenüberliegend aber seine Stärken. Er einte mit Waffengewalt ein Reich, das nur durch Kriege von 7 unterschiedlichen Herrschaftshäusern gezeichnet wurde. Was in Deutschland seit noch nicht mal 150 Jahren Realität ist, einte er vor 2200 Jahren die Region, führte einheitliche Währung, Längen- und Gewichtsmaße ein und verband in einem riesigen Bauprojekt verschieden Wachtürme. Die Anfänge der Chinesischen Mauer.

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Kaiserlicher Reiterwagen

Die Verdienste waren so groß, dass die Nachwelt dieser Region seinen Namen gab. Aus „Qin“ von Qin Shi Huang Di entstand China.

Bis 1974 glaubte man auch, dass dies die einzigen Erinnerungen seien. Bis Bauern aus Xiyang in der chinesischen Provinz Shaanx einen Brunnen suchten und die sagenhafte Terrakotta-Armee fanden.

Archäologen sind bis heute mit den Ausgrabungsarbeiten beschäftigt, ein Ende ist nicht abzusehen. Noch nicht mal 30 % sind freigelegt oder erforscht, eine Arbeit für viele folgende Generationen. Davon erfährt der Besucher aber leider zu wenig. Eine kleines Modell der Grabanlage, das wars. Es folgt ein Streitwagen, dann geht’s auch schon neben Waffen und Rüstungen zur Vorhut der Terrakotta-Armee. Knapp 100 orginaltreue Figuren, aufgestellt in einer Reihe die mehr Fragen offen lässt, als Antworten gibt, umrahmt von Bildleinwand, einen Eindruck der wahren Terrakotta-Armee vermittelt es nicht.

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Nachbildung: bemalter General der Kaiserlichen Armee

Im nächsten Abteil dann die Terrakotta-Armee von Grube 1-3 in verkleinerter Form, die eine Dimension erahnen lässt. Ein Wandteppich erklärt die Herstellung der Soldaten und dessen Bemalung, dann ein paar Fundstücke aus der Zeit und die Ausstellung der Terrakotta-Armee endet hier.

 

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Bekleidung

Der Weg zum Ausgang des Ausfluges in das Reich der Mitte verläuft zwischen nachgebildeten, chinesischen Kleidungsstücke aus verschiedenen Dynastien China. Eine Nachbildung des Drachenthrones verabschiedet schließlich nach gut einer Stunde die Besucher wieder in den Eingangsbereich.

Sicherlich kann eine Ausstellung einen realen Besuch der Terrakotta Armee nicht ersetzen. Ein Gast erwähnte in dem ausliegenden Gästebuch in der Vergangenheit 17x in China gewesen zu sein, aber kein einziges Mal am Grabmal.

Die Fragen zu letzterem, das was die Terrakotta-Armee ja eigentlich beschützen soll, erfährt man wenig. Wie lange war die Bauzeit, was passierte mit den beteiligten Personen, wie lebten diese, wer waren die Soldaten, wie wurden sie rekrutiert, darauf hat die Ausstellung leider keine Antworten.  Das Wenige erklärt zwischen schwarzen Wänden und Info-Tafeln aus durchsichtigem Acrylglas mit Klebebuchstaben, in Verbindung mit der unglücklichen Beleuchtung machten das Lernen nicht einfacher. Was bleibt ist die Neugierde sich zuhause mit der Armee weiter zu beschäftigen und vielleicht die what-to-do-in-life-liste um eine Position zu erweitern: Besuch der wahrhaftig beeindruckenden Terrakotta-Armee von Qin Shi Huang Di.

Infos

http://terrakottaarmee.de/

www.sist24.de

Warum der „Katzenhai“ auf Englisch „Dogfish“ heißt

Berlin Wnachten 2015 (378)

erfährt man beim Besuch des Sea-Life in Berlin zwar nicht, dafür aber andere, wichtige Dinge. Informationen, paßgenau zugeschnitten auf Süßwasser-Matrosen, Stadtmenschen und Landeier.

Gleich im Eingangsbereich bekommt man einen kleinen Vorgeschmack, was einem erwartet. Kleine Becken mit den Nachzuchten der nicht schnurrenden Katzenhaie. Ein Thron für ein Erinnerungsfoto und für die Kleinen gibt es einenBerlin Wnachten 2015 (93) Pass, den sie – abgestempelt – am Ende gegen eine kleine Belohnung eintauschen können. Aber eines nach dem anderen.

An der Kasse findet sich der Grund für die meisten, schlechten Bewertungen bei www.gidf.de für das Sea-Life: der Eintrittspreis. Leider erkennen nicht alle, den Aufwand und den Wert, der hinter Sea-Life steht. Es ist nun mal keine Vogel-Ausstellung mit Voltairen oder ein normaler Tierpark. Nicht nur die 40 Aquarien in der entsprechenden Stärke zu errichten und zu erhalten. Futter und Pflege, Aufzucht und bitte nicht den damit verbundenen, aktiven Umweltschutz.

Zwei Zeit-Schiebetüren stellen sicher, dass sich die Besucher nicht schon am Eingang auf den Füßen stehen. Viel Platz bietet das Sea-Life nicht, das ist auch nicht zu erwarten. Der meiste Platz steht den Wasser-Bassins zu. Beginnend von der nachgestellten Ufern der Spree Nordsee bis in den Atlantik.

Berlin Wnachten 2015 (147)
Axolotl

Je weiter man ins Sealife kommt, umso tiefer entsteht der Eindruck im Meer zu tauchen. Ganz ohne Ausrüstung ist der Besucher mittendrinzwischen Seewolf und Muräne, Zitterrochen und Schildkröten. Berlin Wnachten 2015 (234)

In der Mitte wird dem Besucher schließlich verdeutlicht: die Ausbeutung der Natur. Und die Aufforderung, was jeder einzelne dagegen tun soll, selbst die, die mit Seefahrt nichts an der Matrosen-Mütze haben. Die Meere werden schneller leer gefischt, wie sie sich davon erholen könnte. Sie sind verdreckt , leider auch mit Plastik-Müll, der einst an der Supermarkt-Kasse nebenan erworben wurde. Berlin Wnachten 2015 (200) Berlin Wnachten 2015 (172)

Wir schaden nicht nur uns selbst, sondern gerade künftige Generationen.

Bevor es durch den Shop zum Ausgang geht, verirren sich die Besucher noch in einem amüsanten, dreieckigen Spiegelkabinett.

Wo viele andere Museen enden, bietet das Sea-Life Berlin noch ein Sahnestückchen.

Berlin Aquadom
Aquadom

In der Lobby des gegenüberliegenden Hotels Radison Blue befindet sich das größte zylindrische Aquarium (Durchmesser 12 m – Höhe 25 m) der Welt. Von 12 bis zu 26 cm dicken Acrylglas-Scheiben umschlossen befinden sich in 1 Million Liter Salzwasser (Salzgehalt 3,3%) über 110 verschiedene tropische Fischarten insgesamt 1500 Bewohner. Und der Besucher mittendrin fährt zum Abschluß mittels einem 2 stöckigen Lift, incl. gästeführenden Lift-Boy auf und ab.

Leider selten erlebt man eine derartige Einrichtung, die einerseits fasziniert, anderseits aktiv zum Umweltschutz aufruft. Abgerundet und zugeschnitten u.a. auch für Schulklassen.

Unsere Kleinen werden also aktiv informiert, wie man den Problemen entgegen treten kann. Hoffentlich machen sie es dann besser als unsere Generation. Zu wünschen wäre es – der guten, alten Mutter Erde.

SEA Life Berlin

 

IAA News 2015 – Denkt Brabus auch an die Zukunft?

#tesla #iaa2015 #brabus

Die Veredelungsschmiede aus Bottrop ist bekannt, Modelle aus dem Konzern Mercedes-Benz zu veredeln. Intreuier und Extreuier, aber auch unter der Haube holen sie noch einiges mehr aus den Autos heraus, die mit einem Stern gekennzeichnet sind. Doch auf der IAA begeht Brabus eine Iiason mit einem Kalifornier? Gerade mit einem, der die Autobranche aufmischt wie kein Zweiter – einem Telsa?

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Karosserie foliert, Frontlippe, Heckspoiler, neue Alus, innen neues Leder, das alles hat seinen Preis. Über das Doppelte vom Anschaffungspreis ist für die Ausstattung fällig. Nicht verändert wurden Fahrwerk, Motor und Motorensound – aber wozu auch?

Warum geht denn BRABUS jetzt neue Wege? Rüsten sie sich schon mal für eine Zeit nach Mercedes?