Warum der „Katzenhai“ auf Englisch „Dogfish“ heißt

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erfährt man beim Besuch des Sea-Life in Berlin zwar nicht, dafür aber andere, wichtige Dinge. Informationen, paßgenau zugeschnitten auf Süßwasser-Matrosen, Stadtmenschen und Landeier.

Gleich im Eingangsbereich bekommt man einen kleinen Vorgeschmack, was einem erwartet. Kleine Becken mit den Nachzuchten der nicht schnurrenden Katzenhaie. Ein Thron für ein Erinnerungsfoto und für die Kleinen gibt es einenBerlin Wnachten 2015 (93) Pass, den sie – abgestempelt – am Ende gegen eine kleine Belohnung eintauschen können. Aber eines nach dem anderen.

An der Kasse findet sich der Grund für die meisten, schlechten Bewertungen bei www.gidf.de für das Sea-Life: der Eintrittspreis. Leider erkennen nicht alle, den Aufwand und den Wert, der hinter Sea-Life steht. Es ist nun mal keine Vogel-Ausstellung mit Voltairen oder ein normaler Tierpark. Nicht nur die 40 Aquarien in der entsprechenden Stärke zu errichten und zu erhalten. Futter und Pflege, Aufzucht und bitte nicht den damit verbundenen, aktiven Umweltschutz.

Zwei Zeit-Schiebetüren stellen sicher, dass sich die Besucher nicht schon am Eingang auf den Füßen stehen. Viel Platz bietet das Sea-Life nicht, das ist auch nicht zu erwarten. Der meiste Platz steht den Wasser-Bassins zu. Beginnend von der nachgestellten Ufern der Spree Nordsee bis in den Atlantik.

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Axolotl

Je weiter man ins Sealife kommt, umso tiefer entsteht der Eindruck im Meer zu tauchen. Ganz ohne Ausrüstung ist der Besucher mittendrinzwischen Seewolf und Muräne, Zitterrochen und Schildkröten. Berlin Wnachten 2015 (234)

In der Mitte wird dem Besucher schließlich verdeutlicht: die Ausbeutung der Natur. Und die Aufforderung, was jeder einzelne dagegen tun soll, selbst die, die mit Seefahrt nichts an der Matrosen-Mütze haben. Die Meere werden schneller leer gefischt, wie sie sich davon erholen könnte. Sie sind verdreckt , leider auch mit Plastik-Müll, der einst an der Supermarkt-Kasse nebenan erworben wurde. Berlin Wnachten 2015 (200) Berlin Wnachten 2015 (172)

Wir schaden nicht nur uns selbst, sondern gerade künftige Generationen.

Bevor es durch den Shop zum Ausgang geht, verirren sich die Besucher noch in einem amüsanten, dreieckigen Spiegelkabinett.

Wo viele andere Museen enden, bietet das Sea-Life Berlin noch ein Sahnestückchen.

Berlin Aquadom
Aquadom

In der Lobby des gegenüberliegenden Hotels Radison Blue befindet sich das größte zylindrische Aquarium (Durchmesser 12 m – Höhe 25 m) der Welt. Von 12 bis zu 26 cm dicken Acrylglas-Scheiben umschlossen befinden sich in 1 Million Liter Salzwasser (Salzgehalt 3,3%) über 110 verschiedene tropische Fischarten insgesamt 1500 Bewohner. Und der Besucher mittendrin fährt zum Abschluß mittels einem 2 stöckigen Lift, incl. gästeführenden Lift-Boy auf und ab.

Leider selten erlebt man eine derartige Einrichtung, die einerseits fasziniert, anderseits aktiv zum Umweltschutz aufruft. Abgerundet und zugeschnitten u.a. auch für Schulklassen.

Unsere Kleinen werden also aktiv informiert, wie man den Problemen entgegen treten kann. Hoffentlich machen sie es dann besser als unsere Generation. Zu wünschen wäre es – der guten, alten Mutter Erde.

SEA Life Berlin